Was macht Social Distancing mit uns Läufern?

Laufen zur Pandemiezeit

Ein kleiner Blick in ein Läuferherz zur Pandemie-Zeit

Gut… wer jetzt sowieso schon immer alleine laufen war, dem fällt die Situation zurzeit weniger schwer. Mitglieder einer Laufgruppe oder eines Lauftreffs hingegen merken auch im sportlichen Bereich die Einschränkung. 

Darf und soll man noch zusammen laufen? Macht das überhaupt Spaß trotz 1 m Abstand? 

Eins möchte ich direkt vorneweg nehmen: ich werde hier keine Vorschläge machen, Regeln auslegen oder Ratschläge geben, wie ihr laufen sollt, mit wem oder alleine… 

Das überlasse ich denen, die dafür bezahlt werden oder jedem selbst, wie er die Einschränkungen für sich auslegt. 

Fakt ist: es ist anders… wer wie immer alleine rennt, dem fällt auf: es gibt weniger Gruppen oder Sololäufer. Vielleicht findet derjenige das toll, vielleicht aber auch schade. 

Die Mitglieder eines Vereins oder einer Laufgruppe trifft das schon eher: die Lauffreunde fehlen, die Motivation zum Single-Run schwindet, die sozialen Kontakte leiden. All das, was sonst das gemeinsame Laufen ausmacht, fällt weg. Selbst das Laufband im Fitnessstudio  – sonst meist verpönt – ist in weiter Ferne… gefühlt ein Marathon weit weg! 

Laufen zur Pandemiezeit
Gemeinsam oder einsam in Zeiten der Pandemie?

Über soziale Medien können wir uns trotzdem sprichwörtlich auf dem Laufenden halten. Es gibt virtuelle Crewruns, motivierende Posts oder Live Runs bzw. Workouts. Zudem können wir nun im stillen Kämmerlein an unseren Schwächen arbeiten, ein Yoga Tutorial ausprobieren, das Wackelbrett unterm Bett hervorholen und die Therabänder aus der Gym-Tasche packen (und auch benutzen).  Als Abwechslung kann noch Biken, Spazierengehen oder Inliner-Fahren helfen. 

Klar, nach über 4 Wochen hat man dann auch mal alles durch und die Alleingänge nerven. .. oder auch eben nicht. Denn was die Isolation macht, ist wie der Laufstil von Läufer zu Läufer unterschiedlich. Es ist die Einstellung dazu, die Gewohnheit oder eben die individuelle Ausdauer in einer Ausnahmesituation.

Zu denjenigen, die sich schwer mit Isolation tun: Haltet durch! Das ist gerade Kilometer 36 beim Marathon. Zieht sich, tut weh, man guckt auf die Uhr und hinterfragt das alles!

Für alle anderen ist einfach nur ein lockerer Longrun, bei dem es gerade flowt.

Wie ergeht es euch dabei? Lasst gerne einen Kommentar auf der Facebook Gruppe oder Facebook Seite und teilt mir mit, wie ihr aus Läufersicht, die ersten Wochen wahrgenommen und überstanden habt.

Freue mich auf euer Feedback. 

Viele Grüße

Ann-Cathrin