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Ohne Erkältung durch den Winter?!

Es beginnt im Herbst: die ersten Kollegen werden krank, die Kinder kommen mit Schnupfen von der Schule oder dem Kindergarten nach Hause, Busse und Bahnen sind voll mit hustenden Menschen… und schneller als man niesen kann hat es einen selbst erwischt – die gute alte Erkältung oder sogar eine Grippe!
Ich selbst war zu den nassen und kalten Jahreszeiten hin und wieder mal krank. Ob eine verstopfte Nase, eine Blasenentzündung oder Hals- und Ohrenschmerzen, ich kam einfach nicht drum herum! Nur dieses Jahr ist es irgendwie anders: keine Anzeichen einer Erkältung oder anderer Beschwerden – wie kann das sein?
Es gibt einige Punkte, die ich in meinem Leben geändert habe. Unwissentlich, dass sie mich vor Krankheit schützen, aber im Nachhinein die logische Erklärung für mein standhaftes Immunsystem sind.

Less Stress

Ganz wichtiger Faktor: Stress! Er macht krank, ohne dass wir es wahr haben wollen. Bis Ende August dieses Jahr hatte ich einen Job, der sehr viel von mir abverlangte: Überstunden waren zur dunklen Jahreszeit an der Tagesordnung, jeden Tag von Stadt zu Stadt pendeln, im Stau stehen und sich ärgern, Termindruck, viele Reisen… die Liste war sehr lang. Doch dann entschied ich mich einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen, minimierte meinen Arbeitsweg von 60km auf nur noch 2,7 km, erhielt so viel mehr Zeit für Schlaf, Sport und Freunde, habe weniger Termindruck und Überstunden fallen nur sehr selten an. Ich kann ganz deutlich sagen, dass ein neuer Job Wunder wirken kann und sollte es nicht so ein, dass sich der Job an das Leben anpasst? Klar, so ganz klappt das nicht, aber man kann es sich schöner machen. Versucht euren Stress zu reduzieren, stopft den Tag nicht mit Terminen zu und schaut euch nach alternativen Jobangeboten um.

Gemäßigter Alkoholkonsum 

Mir ist selbst aufgefallen, dass ich in den vergangenen zwei Jahren besonders im Winter zum Abendessen ein nettes Glasrotwein als selbstverständlich an sah. Mein heimischer Glascontainer musste öfter angefahren werden. Das konnte so nicht weitergehen – ich war zwar weit weg von betrunken, aber es wurde rasch zur abendlichen Routine. Dann kam Ostern und obwohl ich nicht gläubig bin, nahm ich die 40 Tage Fastenzeit als Anlass den Alkohol für diesen Zeitraum aus meinen Alltag, meinem Leben zu verbannen. Und da fiel mir erst auf, wie unterbewusst und natürlich man Wein, Cocktails oder Bier zu sich nimmt. Die erste Woche war für mich überraschend hart, aber nach spätestens zwei Wochen vermisste ich es nicht, “belohnte” mich eher mit einem leckeren Tee oder einer Saftschorle. Mein Schlaf und meine Laune verbesserten sich eindeutig und auch meine sportlichen Leistungen stellten sich schneller ein. Heute vertrage ich nur noch zwei Gläser Rotwein, was mich gar nicht stört, sondern mir katerfreie Tage und erholsame Nächte beschert.

Ernährung

Sie ist das A & O und wird leider von so vielen unterschätzt. Richtiges Essen kann a) so einfach b) so lecker und c) so wertvoll sein. Wir verstehen unter dem Begriff Diät Gewichtabnahme, Kasteiungen, Verzicht… kurzum: Leiden!  Ich kann sagen, ich esse jeden Tag Schokolade, gern auch Pizza und Pasta, muss auf nichts verzichten. Lediglich mein Frühstück habe ich geändert, das war früher ganz gerne mal ein zuckerhaltiges Müsli oder das belegte Brötchen vom Bäcker. Heute esse ich (außer am Wochenende) jeden Morgen Haferflocken mit Milch, aufgewärmt in der Mikrowelle, gebe noch gemahlene Nüsse, Früchte oder Kakao hinzu und fertig ist mein “homemade oatmeal”. Meines Erachtens ist dies einer der Hauptgründe, warum ich bisher nicht krank geworden bin, quasi meine Geheimwaffe. weiters Plus: es ist echt nicht teuer, bedarf keiner Vorbereitung und es gibt unendlich viele Variatione. Wer keine Milch mag, kann die Flocken auch mit Wasser erhitzen.

Sport

Es ist so trivial: Sport ist eine Wunderwaffe und sollte als Belohnung und nicht als Qual gesehen werden. Ganz egal welche Art von Bewegung, aber wer rastet, der rostet bekanntlich. Wie oben schon geschrieben, habe ich durch meinen Jobwechsel mehr Freizeit und nutze diese für Laufeinheiten oder Krafttraining. Für mich ist die Kombination der beiden Sportarten der perfekte Mix; das muss aber jeder für sich selbst herausfinden. Oft bin ich nur im Sommer Laufen gegangen, da ich im Winter unter der Woche nie bei Licht dazu kam oder am Wochenende einfach zu platt war. Das sieht jetzt anders aus: mit meiner Laufgruppe sind hin und wieder auch Läufe nach der Arbeit möglich, wochenends passt immer eine Laufeinheit rein.  Egal welches Wetter: ich geh raus! Und das hat mich abgehärtet. Ja, das Wetter ist ungemütlich und die Couch ruft an solchen Tagen besonders laut, dennoch lohnt es sich, standhaft zu bleiben. Das Indoor-Krafttraining nutze ich zur Muskulaturstärkung, gerade im Rückenbereich, da ich eine sitzende Tätigkeit habe und mir ein Ausgleich gut tut. Einmal den inneren Schweinehund überwunden und die ersten Ergebnisse erzielt, ist Sport die beste Waffe für euer Immunsystem.

Fazit

Sicherlich ist die Kombination aus den genannten Punkten für meine Gesundheit verantwortlich, jedoch kann man sagen, dass alle Maßnahmen zusammenhängen. Ein verbesserter Schlaf durch weniger Stress oder Alkohol, führt zu mehr Energie, führt zu Sport, führt zu einem besseren Wohlbefinden. Andersrum betrachtet, reduziert Sport den Stress und optimiert den Schlaf und die Gesundheit. Man kann es drehen und wenden wie man will, die oben genannten Themen sind meine Top 4 für einen Winter ohne Erkältung.

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